Spiel mir das Lied vom Tod [Blu-ray]
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Produktbeschreibung
Ein rätselhafter Fremder (Charles Bronson) trifft am Bahnhof eines staubigen Wüstennestes ein. Er spricht kaum ein Wort, doch seiner Mundharmonika entlockt er eine unheimliche Melodie, die jedem Angst einjagt. Der Fremde hat noch eine Rechnung mit dem Killer Frank (Henry Fonda) zu begleichen...
Frank ebnet dem Eisenbahn-Tycoon Morton den Weg nach Westen. Er legt dabei jeden kaltblütig um, der seine Pläne durchkreuzt. Anfangs wird der Bandit Cheyenne (Jason Robards) dieser brutalen Morde verdächtigt. Und auch der Mundharmonikaspieler glaubt zunächst an Cheyennes Schuld. Doch bald weiß er, wer der wahre Täter ist: Frank, jener Mann, den er schon seit Jahren sucht. Gemeinsam mit der undurchsichtigen Jill (Claudia Cardinale), deren gesamte Familie von Frank getötet wurde, stellt sich der Mundharmonikaspieler ihm in
Produktinformation
- Verkaufsrang: #2304 in DVD
- Marke: FONDA HENRY
- Erscheinungsdatum: 2011-06-09
- Bewertung: Freigegeben ab 16 Jahren
- Bildseitenformat: 16:9 - 2.35:1
- Format: Widescreen
- Untertitel in: Deutsch, Englisch, Dänisch, Finnisch, Französisch, Niederländisch, Norwegisch, Schwedisch, Spanisch
- Länge: 165 Minuten
Features
- Regie: Sergio Leone
- Medium: Blu-ray
- Laufzeit: ca. 165 Minuten
- Label: Paramount Home Entertainment
- Bildformat: 2.35:1
Beschreibung
Aus der Amazon.de-Redaktion
Das Genre des Italo-Westerns erreichte durch Sergio Leones großartig mythischen Film Spiel mir das Lied vom Tod seinen Höhepunkt. Nach einer Reihe internationaler Film-Hits mit Clint Eastwood in den Hauptrollen, übertraf sich der Regisseur mit dieser spektakulären, überlebensgroßen Pferde-Oper über die Eroberung des amerikanischen Westens selbst.
Die unheilige Dreifaltigkeit des italienischen Kinos -- Leone, Bernardo Bertolucci und Dario Argento -- brütete die Geschichte einer Frau (Claudia Cardinale) aus, die sich in der Hoffnung, dass die transkontinentale Eisenbahn sie erreicht, bevor es ein böser Killer mit stählernem Blick (Henry Fonda) tut, an ihren Grundbesitz klammert. Derweil filmt Leone die Gesichter seiner Stars, als wären sie ausgedehnte Western-Landschaften, und ihre aufragenden Körper, als wären sie die Felsformationen in John Fords Monument Valley. --Jim Emerson
Kurzbeschreibung
"Die limitierte Deluxe Edition wird in einer hochwertigen Holzkiste mit eingebrannten Filmschriftzug ausgeliefert. Die Box beinhaltet neben dem Digipack mit der Doppel-DVD eine exklusive Mundharmonika mit Gravur in einem Beutel aus echtem Leder, sowie eine Audio-CD mit den berühmtesten Titeln des Original-Soundtracks von Ennio Morricone. Inhalt: Der skrupellose Eisenbahnunternehmer Morton (Gabriele Ferzetti) versucht mit Hilfe eines eiskalten Killers (Henry Fonda) den Kampf um Macht und Geld für sich zu entscheiden. Jill (Claudia Cardinale) erbt das Grundstück ihres ermordeten Mannes. Dieses Grundstück versucht Morton als wichtigen Eisenbahnstützpunkt in die Hand zu bekommen. Ein "Fremder Mann" ersteigert das Stück Land und gibt es Jill zurück. Außer sich vor Wut fordert der Killer Frank den "Fremden" zum Duell...."
Movieman.de
Spiel mir das Lied vom Tod ist einer der bekanntesten und meist genannten Western aller Zeiten. Und das zu Recht. Dieser Film hat den Spaghettiwestern geprägt und hinterlässt durch die Kraft seiner Bilder einen tiefen Eindruck in die Zeit des rauhen und wilden Westens. Wehende Trenchcoats, die Szene des Jungen, der die Mundharmonika spielt, während sein Vater auf seinen Schultern steht, die Schlinge um den Hals, sind nur einige der herausragenden Momente dieses herausragenden Films, die sich dem Zuschauer für immer in das Gedächtnis prägen. Die Musik von Ennio Morricone wurde weltberühmt und wird gemeinhin als DAS Westernlied genannt.
Moviemans Kommentar zur DVD: Wenn bei 00:20:30 das erste Mal das musikalische Hauptthema einsetzt, verschaft einem die neue 5.1-Mischung der englischen Version eine Zusatz-Gänsehaut. Aber auch die Geräusch-Kulisse vitalisiert das optische Geschehen sehr eindringlich. So rauscht der Zug bei 00.23.03 eindrucksvoll durch das Bild. Insgesamt ist dem 5.1-Ton eine stimmige Weiträumigkeit zu bescheinigen. Natürlich weist die alte Tonspur gewisse technische Mankos auf, so dass das Frequenz-Spektrum nicht die Breite aktueller Produktionen erreicht und keine wirkliche Authentizität im Sound erreicht wird, aber die Bearbeitung ist superb und mit größter Sorgfalt vorgenommen worden. Die Abtastung beschert dem Film endlich im Kinoformat und sie ist wunderbar. Dunkle Szenen zeigen fast rauschfrei Details, die bisher verschleiert waren (00.39.20, Saloon). Der Kontrast ist perfekt tariert und gibt dem Bild die Möglichkeit zu brillieren. Bei stechender Schärfe und einem eindrucksvollen Color Grading eine ausgezeichnet Masteringarbeit. Bewertet wurde die restaurierte und knapp 30 Sekunden längere Version. Die unrestaurierte Kinofassung (02.45.24) ist ebenfalls vorhanden. Neu ist der außerordentlich prominent besetzte Audiokommentar, in dem z.B. John Carpenter, Alex Cox und einige Filmhistoriker fundiert Ihr Wissen und Ihre eindrücke zum Besten geben. --movieman.de
Kundenrezensionen
Hilfreichste Kundenrezensionen
159 von 174 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Großer Klassiker in würdiger Edition
Von jury
Der erste Teil dieser Rezension befasst sich mit der Technik und der Ausstattung der (Steelbox) Blu-ray. Nähere Informationen und Erläuterungen zum Inhalt des Films finden sich darunter. Dort werden thematische Intensionen, stilistische Besonderheiten, Symbolik, Bezüge zum Genre und Beispiele bissigen Humors angesprochen.
1. TECHNIK & AUSSTATTUNG
Es wird niemanden überraschen, dass ein Ausnahmefilm wie "Once Upon A Time In The West" in zahlreichen Versionen auf den Markt kam. Bemerkenswert war hier die von Anfang an respektable Qualität. Bereits die erste italienische PAL-Version "C'era una volta il West", der "Directors Cut" von 2:51 h, bot das Original-Format 2,35:1 und eine für DVD ordentliche Bitrate von 5,74 Mbps. Der italienische Ton kam in DD 5.1. Die späteren DVD-Versionen steigerten die Bildqualität durch bessere Schärfe und neutralere Farben. Alle folgenden Versionen waren mit 2:38 h etwas kürzer - lange Szenen wie das Spiel mit der Fliege wurden einfach ein wenig geschnitten. In der Anfangs-Sequenz gibt es in der italienischen Version eine Szene, in der Leone's Töchter Rafaella and Francesca bei der Station zu sehen sind. In verschiedenen Langversionen legt Harmonica nach dem Schusswechsel wegen einer Verletzung seinen Arm in eine Schlinge. In einer weiteren Extra-Einstellung zeigt Frank der Kamera auch die Leichen im Salonwagen - und Mister Morton robbt länger zum "Pazifik".
Die Paramount Home Entertainment Blu-ray liefert sowohl die US-Kinoversion mit 2:45 h als auch die restaurierte Version mit 2:46 h auf einer 50 GB Scheibe. Die Video-Bitrate beträgt hier 24,9 Mbps. Der englische Ton wurde überarbeitet und in DTS-HD kodiert. Zudem werden deutsche, französische und spanische Spuren in DD 2.0 (Mono) angeboten. Untertitel sind in Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch, Dänisch, Niederländisch, Norwegisch, Schwedisch und Finnisch verfügbar.
Die Extras der BD unterscheiden sich kaum von der letzten DVD-Ausgabe:
- Audio-Kommentare [1]
- Eine Oper der Gewalt (An Opera of Violence, SD, 29 min)
- Der Lohn der Stunde (The Wages of Sin, SD, 20 min)
- Die Verbindung mit dem Tod (Something to Do with Death, SD, 18 min)
- Eisenbahn: die Revolutionierung des Westens (Railroad: Revolutionising the West, SD, 6 min)
- Die Drehorte: damals und heute (Locations Then & Now, SD, 4 min)
- Production-Gallery [2] (SD, 5 min)
- Original Kino-Trailer (HD, ca. 3 min)
Wer auch mal einen "modernen" Trailer des Films sehen möchte, kann dies über ein "hidden feature":
- Im Hauptmenu "Extras" wählen. Dann ist "Kommentare ..." unterlegt.
- Mit dem Cursor nach links: Oben rechts erscheint ein Hufeisen.
- Auf der Fernbedienung "Enter" drücken.
Beim HD-Transfer wurde nicht übertrieben geschönt. Man kann z.B. das Original-Korn erkennen - aber in feinerer Struktur. Dafür hatte man unter Verwendung der Original Kamera-Bauteile eigens neue Zwischennegative und Zwischenpositive erstellt. Die Tiefenauflösung in dunklen Passagen wurde verbessert, auch indem man auf die Kontrast-Überhöhung der letzten DVD verzichtete. Hauttöne erscheinen wärmer. Insgesamt scheint die Blu-ray gegenüber der DVD eine Spur mehr Blau zu betonen. Die typischen Nahaufnahmen sind beeindruckend. Totalen liefern eine sehr viel bessere Auflösung und Detailwiedergabe in der Bewegung. Ohne Zweifel: Bei diesem Film kommt die Qualität der Blu-ray durchaus zur Geltung, natürlich nur in den vom Original vorgegebenen Grenzen.
Der Film lebt von seinen markanten Geräuscheffekten, die nicht nur in der DTS-HD Master 5.1 - Version Freude machen. Denn auch der deutsche Ton fällt eigentlich erstaunlich wenig ab. Die Bässe bringen nicht gerade den Boden zum Wackeln, aber der Sound kann - abgesehen vom Klang der Musik - doch beeindrucken und lädt dazu ein, bei gehobenen Pegeln zuzuhören.
Dennoch scheint eine Warnung angebracht: Die obigen Wertungen fallen dem Werk entsprechend aus. Man darf keine moderne Bild- und Tonqualität erwarten. Der Ton ist nicht nur durch die Monophonie eingeschränkt, sondern liefert auch nicht die Prägnanz und Härte der Details oder die Klarheit und Auflösung der Musik, die schon lästig gequetscht und plärrig klingt. Der Klirrfaktor tobt in Forte-Passagen bei etlichen Prozenten herum. "Spiel mir das Lied vom Tod" war, technisch gesehen, auch nicht "state of the art" seiner Zeit: Es gab seit Jahren 70 mm Film, es gab 6-Kanal-Dolby-Magnet-Ton und es gab stabile Stative, bei denen die Berge am Horizont nicht so wackeln - man schaue sich nur mal Doktor Schiwago an! Dennoch zeigt der Film dem Heimkino die Grenzen auf: Auch wenn man ihn wie ich auf einer 4 m Leinwand gesehen hat, muss man zugeben, dass ihm ein großes Kinobild einfach noch einmal deutlich besser steht.
Der "limitierten" Steelbox liegt kein Booklet bei, aber ein Poster von ca. 45 x 58 cm² in schwarz-weißem Hochglanzdruck (siehe hochgeladenes Foto). Der transparente FSK-Aufkleber ließ sich nach etwa 10 s heißem Anblasen mit einem Fön rückstandslos von der Box entfernen. Der Aufkleber, der mit beiden Film-Versionen wirbt, befindet sich auf der Einschweißfolie.
2. INHALT & INTERPRETATIONEN
Der 1968 vorgestellte 3-Stunden-Monumentalfilm war in Deutschland besonders erfolgreich - vielleicht wegen des im Original überhaupt nicht vorkommenden Satzes "Spiel mir das Lied vom Tod", der bekanntlich ja auch zum deutschen Titel von "C'era una volta il West" avancierte - ganz sicher aber wegen der charakteristischen Music Ennio Morricones.
Der international Titel: "Once Upon a Time in the West" deutet an, dass man die Handlung als ein Märchen - besser vielleicht: eine Legende - verstehen kann. Der Film spielt in einer Zeit des Umbruchs, in der die Ära der raubeinigen Individuen, die einst den amerikanischen Westen erobert und besiedelt haben, von der Ära des Kapitals abgelöst wird.
IM FOLGENDEN WERDEN DIE DER HANDLUNG UNTERLIEGENDEN MOTIVE DARGESTELLT
Der Witwer Brett McBain (Frank Wolff, 40) hofft aus gutem Grund, dass sich für ihn und seine Kinder der amerikanischen Traum erfüllen könnte. Er konnte sich ein Landstück in einer Wüste sichern, auf welchem weit und breit die einzige Wasserquelle sprudelte. Zwar schützte er vor, eine Farm errichten zu wollen; tatsächlich aber hatte er erkannt, dass die Bahnlinie zum Pazifik zwangsläufig durch diese Wüste laufen musste - und damals fuhren die Loks bekanntlich mit Wasser.
Mit der Hoffnung auf Reichtums hatte McBain auch gleich die attraktivste Frau gewonnen, die in den Saloons von New Orleans zu finden war: Jill McBain (Claudia Cardinale, 30) sollte nachkommen, sobald McBain und seine Kinder die nötigsten Vorbereitungen getroffen hätten.
Doch das Kapital sucht den billigsten Weg. Der an Knochentuberkulose schwer erkrankte Bahn-Baron Mr. Morton (Gabriele Ferzetti, 43) hofft, noch zu erleben, wie die Gleise am Pazifik ankommen - was ihn dabei aufhält, wird mit Gewalt beseitigt. Der kaltblütige Frank (Henry Fonda, 63) erledigt die Drecksarbeit. Doch das Gemetzel an McBain und seinem Anhang löst das Problem nicht - nun gehört das begehrte Wassergrundstück mit dem poetischen Namen "Sweetwater" Jill McBain, der junge Witwe.
Mit Frank vollenden zwei weitere gefährliche Kämpfer das Dreieck der Gewalt: Cheyenne will es denjenigen heimzahlen, die versuchen, das Gemetzel an McBain seiner Bande anzuhängen. Und "Harmonica" (Charles Bronson, 47) ist auf der Suche nach dem Mann, der seinen Bruder gehängt hatte.
Im Mittelpunkt der Kräfte steht die starke und schöne Jill zwischen Frank, Cheyenne und Harmonica. Dabei beschränkt sich das Interesse der Revolverhelden keineswegs auf Jill McBains Grundstück. Sie hingegen begreift, welche Vision sich für ihren verstorbenen Mann in "Sweetwater" verborgen hatte.
ENDE DER ANGABEN ZUM INHALT
Die philosophische Botschaft des Films ist die Ablösung der Ära individueller, personenbezogener Handlungen durch kapitalgesteuerte Mächte, in welchen der Einzelne bedeutungslos und austauschbar wird. Es spielt keine Rolle, ob Morton oder ein Nachfolger agiert, die Gleise erreichen so oder so den Pazifik. Ebenso ist nicht von Bedeutung, ob McBain oder seine Erbin den begehrten Grund in der Wüste besitzt. Insofern markiert "Spiel mir das Lied vom Tod" bildhaft und mahnend einen Wendepunkt in der Geschichte der Zivilisation. Gleichzeitig steht die Figur Jills aber auch für ein frühes Beispiel gelebter Emanzipation.
Doch der Film transportiert selbstverständlich nicht nur diese Hintergrund-Ebenen. Eine Menge Leute kamen aus dem Kino, fanden es toll und hatten keine Idee, worum es überhaupt gegangen ist. Doch je häufiger man den Film sieht, desto mehr entdeckt man - "Spiel mir das Lied vom Tod" ist einer dieser Filme, die einfach mit jedem Anschauen immer besser werden.
Nicht nur Cineasten dürften sich für die vielen liebe- und humorvollen Referenzen an große Western von "High Noon" bis "Johnny Guitar" interessieren.
In vielen stilistischen Details zeigt sich die Perfektion des Teams, beispielsweise in den raffinierten, mit Soundeffekten wie beispielsweise einem Schuss verbundenen Schnitten, welche den Zuschauer irritierend einen Moment im Unklaren lassen, ob der Ton zur abgelaufenen oder zur folgenden Szene gehört.
Auch an Symbolik mangelt es nicht. Die Bahn wird durch zahlreiche Accessoirs immer wieder zitiert, das nötige Wasser taucht besonders im Zusammenhang mit Claudia Cardinale häufig auf - schließlich symbolisiert sie selbst das "missing link" zwischen Bahn und Wasser.
Zu guter Letzt darf natürlich auch die charakteristische Handschrift Sergio Leones nicht vergessen werden: die verzögerten Einstellungen, die extremen Close-Ups, das seitliche "Anfahren" der Personen und die genialen, perfekt auf das breite Format abgestimmten Bild-Kompositionen.
Dazu gehört eine weitere Besonderheit: Jeder Hauptdarsteller tritt mit "seinem" speziellen Musik-Thema auf.
Bei allem tödlichen Ernst erlaubt sich Leone auch einen bösen Humor, der sich in feinen Spielereien bereits in der Eingangsszene zeigt, aber einen legendären Höhepunkt bei der Vorstellung des "bösen" Frank erreicht: Gleich in der ersten Einstellung wird Henry Fonda, bis dahin ein äußerst beliebtes Edel-Idol in den Vereinigten Staaten, zum Schock des Publikums als ein gewissenloser, kalter und zynischer Liquidator vorgestellt. Die folgende Szene mit dem kleinen Jungen haben die Amerikaner einfach nicht mehr ertragen: In US-Kinos spielte man damals Werbung über das schier Unfassbare.
Ohnedies hatte es der Film zunächst nicht leicht: US-Fans, die einen weiteren Western nach Art der "Dollar"-Serie erwartet hatten, waren von der "Pferdeoper" - wie der Film von einigen verärgerten Kritikern geschmäht wurde - zunächst enttäuscht.
So musste sich der Film weltweit erst ein eigenes Publikum suchen, das die inzwischen legendäre Ästhetik, die komplexe Handlung und die ausdrucksstarke Musik zu schätzen wusste. Dennoch spielte das Western-Epos, das übrigens sowohl in den USA als auch in Spanien und Italien gedreht worden ist, seine Kosten schließlich mehr als 30-mal ein und gedieh somit zu einem der großen Erfolge des Kinos.
ZUSAMMENFASSUNG
"Spiel mir das Lied vom Tod" ist ein Film, der sicher nicht nur Western-Fans anspricht. In vieler Hinsicht ist das "Kino pur". Durch die Fülle der Zitate quer durch Hollywoods Western-Legenden stellt er eine Art Quintessenz des Genres und eine Hommage an die Großen dieser Zeit dar. Aber es macht auch einfach Spaß, sich von den stilistischen Raffinessen Sergio Leones überraschen zu lassen. Die BD liefert nun endlich Film und Features in guter Qualität und dank der hohen Kapazität in ungestörtem Vergnügen auf einer Scheibe.
film-jury 5* A0637 28.6.2011e 27A 2F Genre: Western
[1] von den Film-Historikern Sir Christopher Frayling und Dr. Sheldon Hall, den Regisseuren John Carpenter, Alex Cox, Sheldon Hall, John Milius, Bernardo Bertolucci und schließlich Claudia Cardinale
[2] Darsteller-Profile von Henry Fonda, Claudia Cardinale, Jason Robards, Charles Bronson und Gabriele Ferzetti
7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Der KÖNIG der WESTERN !
Von MEINE Meinung
Hab ihn schon damals bei der EA im Kino gesehen und das gleich ein paar mal hintereinander! Ein Western, wie es ihn bis dahin noch nie gegeben hatte! Dieser Sound, diese Machart, die Besetzung > einfach SENSATIONELL!!
Kann heute nicht mehr sagen, wie oft ich ihn nun schon gesehen habe - aber er wird nie langweilig!
Das ist ein Film, der einfach in keiner Film-Sammlung fehlen darf!
Da jetzt im DVD-Zeitalter immer mehr UNGESCHNITTENE Fassungen von Filmen angeboten werden, bin ich doch gespannt auf die ungeschnittene Version dieses Films! Leider gibt es die bislang nur in italienisch!
92 von 106 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Stille im wilden Westen
Von Bernhard Langer
Sind wir mal ehrlich: ich glaube vielen hatten beim ersten Betrachten eine andere Erwartungshaltung. Zu Recht: las man bis dahin den Namen eines italienischen Regieseurs auf dem Plakat eines Westerns, durfte man mit reichlich Ballerei rechnen, immer mit dem typisch italienischen Abfeuergeräusch. Meist jedoch schauspielerisch eher in der zweiten bis dritten Kategorie anzusiedeln, von der Dramaturgie ganz zu schweigen. Dann kam Sergio Leones "Spiel mir das Lied vom Tod" und die italienische Western-Welt geriet ins Schwanken. Schweigen kam vor Reden, Reden kam vor Schießen. Henry Fonda sagte einmal in einem Interview, daß, als die Leute bei der Kamerafahrt um seinen Kopf am Anfang des Films erkannten, daß er es ist, riefen "Oh my god: its Henry Fonda !". Tatsächlich war der Kopf einer der berühmtesten Schauspielerfamilien bis zu diesem Zeitpunkt eher als Saubermann und Gerechtigkeitsymbol aufgetreten. Auf den ersten Blick paßte die Rolle des Schurken so gar nicht in sein Repertoire. Trotzdem, oder gerade deswegen, verlieh Fonda dem Schurken "Frank" seine Faszination und wurde zum Maßstab künftiger Westerngauner, so wie der Film bis heute der Maßstab aller Western ist. Auch Charles Bronson wurde mit diesem Film über Nacht weltberühmt (er selbst sagte mal, daß er ein Gesicht wie eine zerklüftete Felsenwand habe, in der man Raketen testet). Dazu kam ein, schon damals bekannter Jason Robards,der, zusammen mit Claudia Cardinale die Riege der Schauspieler abrundete. Dieses Viergespann schaffte es, unter der dramaturgischen Meisterleistung des Regieseurs ein zeitloses Meisterwerk zu schaffen. Sicher: es gibt viele Klassiker im Bereich Western, denken wir nur an "High Noon - 12 Uhr mittags" oder "Red River" mit John Wayne. Aber unter all diesen "Klassikern" (oder sagt man heute "Kultfilmen"?), sticht nur einer wirklich heraus, und das ist dieser von Sergio Leone. Die Musik von Ennio Morricone hat sicherlich einen erheblichen Anteil an der faszinierenden, permanent aufgeladenen Stimmung. Morricone variiert die Musik so unglaublich, daß melodiöse Töne den Zuschauer nahezu in Verzückung geraten lassen und seine weltberühmten Mundharmonika-Töne einem schon einen kalten Schauer über den Rücken jagen, ohne daß man den Film bisher überhaupt eingelegt hat.
Die DVD ist deswegen bemerkenswert, weil es gelingt, einen schon ordentlich alten Film wie neu aussehen zu lassen. Die häufige Verschiebung des ursprünglichen Veröffentlichungstermines ist meiner Ansicht nach darauf zurückzuführen (was kaum einer weiß), daß die europäische Version sich von der amerikanischen unterscheidet. Sergio Leone drehte verschiedene Szenen doppelt und verteilte sie auf die unterschiedlichen Kontinente. Die Szenen waren zwar inhaltlich und vom Dialog her völlig identisch.Jedoch zeitlich durch minimalste Unterschiede, z.B. in der Geschwindigkeit der Kamerafahrt, o.ä. verschieden. Für den Betrachter ist dies auch nach zig-maligem Betrachten nicht zu erkennen. Wohl aber für den, der den deutschen Ton auf eine amerikanische Version aufspielen soll. Es erfordert einen riesigen zeitlichen Aufwand, den deutschen Ton der um hundelsten Sekunden variierenden amerikanischen Filmfassung anzugleichen. Umso mehr ist die Arbeit an dieser DVD brillant gelungen. Ein echtes Schmuckstück.